Das weltgrößte Passagierflugzeug (Airbus A380) hat Platz für 853 Passagiere, und ein Startgewicht von ca. 420 Tonnen – und fliegt einwandfrei, getragen von nichts anderem als der Luft unter den Flügeln. Für uns deshalb unglaublich, weil wir Luft nicht als tragendes Element im Alltag kennen. Wenn du jedoch einmal geflogen bist, weisst du, dass Luft tragfähiger ist, als man denkt.

Ähnlich erlebe ich öfters den Glauben, oder vielmehr Gott selbst. Vieles, was eigentlich unmöglich ist, geht doch, weil Gott trägt. Schon als junger Mann habe ich aus Begeisterung und Dankbarkeit Gott gegenüber etwa ein Zehntel meines Einkommens meiner Gemeinde gespendet. Im Laufe der Jahre haben wir es als Familie immer so gehandhabt, teilweise durch ziemliche finanzielle Engpässe hindurch. Gerade in solche Zeiten haben wir, wie beim Fliegen erlebt, wie tragfähig Gott ist. Es ist kein frommer Spruch: Gott IST gut. Wenn wir nach Seinem Reich schauen und dem, was Ihm wichtig ist, dann sorgt Er für uns (Mt. 6,33).

Am letzten Sonntag haben wir uns im Gottesdienst unserer Finanzlage gewidmet: Es gibt im Monatshaushalt einen Verlust von durchschnittlich CHF 2000 pro Monat. Die Kurzpräsentation von Günter Böhm (Vereinspräsident) findest du hier. Wenn die Regio “deine” Gemeinde ist, und du noch kein regelmäßiger Spender bist, möchte ich dich persönlich ermutigen, Gott beim Wort zu nehmen, und seine Tragfähigkeit selber kennen zu lernen. Wie es in der Präsentation von Günter heisst: „Stellt mich auf die Probe«, sagt der HERR, der Herrscher der Welt, »macht den Versuch, ob ich dann nicht die Fenster des Himmels öffne und euch mit Segen überschütte. (Maliachi 3,10). Gott geht auf unser Vertrauen ein und überschüttet uns mit Seinem Segen. Es hilft uns übrigens in der praktischen Finanzverwaltung, wenn du ggf. einen Dauerauftrag einrichtest. Hier findest du (ganz unten auf der Seite) die Regio-Bankverbindungen.

Anschliessend haben wir in der Predigt ein weiteres Bild des Fliegens betrachtet, das Gottes liebenden, schützenden Umgang mit seinem Volk beschreibt: Ein Adler scheucht die Jungen aus dem Nest, damit sie selber fliegen lernen. Doch wachsam schwebt er über ihnen, und wenn eins müde wird und fällt, dann breitet er die Flügel unter ihm und fängt es auf und trägt es fort (5Mose 32,11).

ADLERWie angsterregend, ja traumatisch, muss es für Adlerjunge sein, das Fliegen zu lernen! Statt den festen Halt des Nests unter den Füssen zu spüren wie bisher, zum ersten Mal zu erleben, wie ihre Flügel nur von der Luft getragen werden! Doch der Adler weiss, dass seine “Kinder” nicht fürs Nest bestimmt sind, sondern zum Fliegen, und deshalb scheucht er sie aus dem Nest heraus! Darum geht es Gott in diesem Bild. Auch wir als Gemeinde sind nicht zu Bequemlichkeit und Sicherheit berufen, sondern zum Fliegen – getragen von Ihm selbst.

Wenn du diesen Sonntag nicht im Gottesdienst dabei sein konntest, dann hör doch die Predigt – inklusive Inputs von Christoph und Wolfie – unbedingt nach, damit du auf dem aktuellen Stand bist und unser Herz spürst.

Als Leitungsteam empfinden wir deutlich, dass Gott unser “Nest” in der Lörracherstrasse aufwirbelt, und uns zum “Fliegen” vorbereitet. Als wir unser immer dünner werdendes Finanzpolster betrachteten, erlebten wir, wie Gott uns eine neue Perspektive, vergleichbar mit einer 3D-Brille, schenkte. Aus dieser neuen Sicht ist das “Finanzloch” zwar bedeutend, und muss verantwortlich gelöst werden, es ist aber nicht das zentrale Thema. Viel wichtiger ist, dass wir das Fliegen lernen. Dass wir in unsere Berufung hineinwachsen. Wir spüren deutlich und mit grossem Frieden, dass sich unsere Zeit in den jetzigen Räumlichkeiten dem Ende neigt und dass ein Raumwechsel bevorsteht. Interessanterweise haben sowohl Simon Holley, als auch Stefan Vatter in letzter Zeit – unabhängig von einander – unsere Räumlichkeiten als entwicklungshemmend angesprochen.

Wohin geht es? Was für Alternativen suchen wir? Einige Antworten dazu gibt es in der Predigt. Fest steht noch nichts. Viele haben mitbekommen, dass wir am Rheinufer Räumlichkeiten besichtigt haben. Auch diese bleiben uns bisher verschlossen: Ein weit größerer Interessent hat hier den Vorrang.

Wie auch immer diese Entscheidung ausgeht, wir freuen uns darauf, dass Gott uns als ganze Gemeinde leiten wird. Es ist mein Gebet, dass möglichst viele von uns eine Vorfreude auf das „Neue“ erleben. Das bedeutet einen offenen Dialog – vor allem mit Gott im Gebet, aber auch mit einander. Betet bitte mit uns als Leitungsteam, dass Gott uns buchstäblich die richtigen Türen weit auf macht, und die falschen ganz fest vor uns zuschliesst. Der Dialog geht am 11. Mai um 20:00 Uhr beim Expresso weiter, wo wir gemeinsam das Thema der Räumlichkeiten behandeln wollen.

Bete gerne dafür, dass Gott uns, wie letzten Sonntag, gemeinsam damit beschenkt, dass wir den Wind Seines Geistes unter unseren Flügeln deutlich spüren, und uns miteinander darauf einlassen, von Ihm getragen zu werden!

Herzliche Grüße, auch im Namen vom Kernteam
Stuart

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